back to the roots – Pinhole

16. September 2015 @ 8:56

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Durch einen unfassbar glücklichen Zufall bekam ich die Ondu pinhole 135 geschenkt!
Anschauen könnt ihr sie euch hier: pinhole handcrafted
Tja, und was macht man jetzt mit dieser holzigen Schönheit? Die Haptik überzeugte mich sofort: feinstes Walnuss- und Ahornholz aus zertifiziertem Anbau wird via Handarbeit in ein wunderschönes Gebilde der Fotogeschichte verwandelt. Sie fühlt sich glatt an, hat keine störenden Ecken und Kanten und ein einfach klassisches Design, das auf der Straße sämtliche Blicke auf sich zieht.

Die Handhabung kann an sich nicht einfacher sein:
Kamera mit festem Stand (Tisch, Stativ, Regal) hinstellen, ungefähr ausrichten (kein Sucher) und zur Belichtung Klappe an der Vorderseite anheben. Fertig!

Belichtungszeit? Tja, am besten ungefähr schätzen. Es gibt natürlich eine Bedienungsanleitung, in welcher auch sehr schön das Einlegen einer Filmrolle (in diesem Fall 35mm Kleinbildfilm) und das Schätzen der Belichtungszeit mit einer sonnig- bis dunkel- Tabelle aufgezeigt wird. Doch trotz aller gedruckten Zahlen, bleibt die genaue Belichtung im Dunklen – schätzen wir doch einfach!
Genau das macht für mich den Reiz der Lochkamera- Fotografie aus: abschalten, runterkommen, slow motion. Keine Messungen vornehmen, entschleunigen und sich auf sein Gefühl verlassen! Goldener Schnitt und Drittel- Regel können sich eine Auszeit gönnen und die perfekte Schärfe kann auch in den Kurzurlaub.
Bei der Pinhole- Fotografie kommt es einfach auf Stimmung an! Und die wird durch die Einfachheit der Kamera, dem Fehlen eines komplizierten Linsensystems und der Tatsache, dass man mal nichts einstellen muss, quasi von allein erzeugt.

Zugegeben, die ersten Ergebnisse sind nicht berauschend, aber man kann was erkennen. Auch die simpelste Art der Lichtmalerei bedarf einiger Übung 🙂
Und Obacht: nur mit einem sehr lichtempfindlichem Film (so 1600-3200 Iso) ist diese Art der Kamera auch für Schnappschüsse quasi aus der Hüfte zu gebrauchen. Denn die kleine Öffnung hat eine gefühlte Blende 22, was wirklich wenig Licht zum Film lässt. Von daher: egal, wie sonnig es auch ist, lieber auf ein Stativ stellen!

Anm.: Es findet sich die Herstellerangabe, die Blende habe Öffnung 125. Das mag physikalisch so sein – allerdings hätte ich mit den dadurch im Vorfeld errechneten Zeit- Angaben niemals ein Bild hinbekommen, das nicht absolut überbelichtet gewesen wäre. Bei meinen Schätzwerten habe ich mich an Zeit- Angaben zu Blende 22 (es gibt ja im Zeitalter des technischen Fortschritts apps, die einem ALLES errechnen) gehalten und damit wirklich feine Ergebnisse erzielt – finde ich zumindest.

Fotografie am Anfang ihrer Wurzeln, filmempfindliches Material, eine Dunkelkammer und ein kleines Loch – passend zum Mitnehmen. Perfekt!

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3 Kommentare auf „back to the roots – Pinhole“

  1. Tina Blitzlicht

    Hi Markus – ja, das liest sich zwar in der Produktbeschreibung so, macht aber bei Errechnung der Belichtungszeit keinen Sinn. Ich habe es mit ungefähren "Blende22- Zeiten" belichtet und voila – ich kann über die Ergebnisse nicht meckern 🙂

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